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Hardware-Defekt: Prävention statt Reaktion

18.04.2016 |

IT-Infrastruktur

Die verbreitete Sorge vor Viren und Trojanern ist gerechtfertigt – eine der häufigsten Ursachen für Systemausfälle und Datenverlust tritt allerdings ohne Fremdeinwirkung auf: Der Hardwaredefekt. Die meisten Menschen haben in ihrem Leben bereits mehr als einen Festplattenausfall mit all seinen Konsequenzen erlebt: Unterbrechung der Arbeitsfähigkeit, kurzfristige Neuanschaffung, Installation und in der Regel der Verlust zumindest einiger Daten. Was im Privatleben bereits sehr ärgerlich ist, stellt für Unternehmen ein teilweise existenzielles Risiko dar – verbunden mit großen Haftungsrisiken für die Geschäftsleitung. Wir stellen Ihnen die wesentlichen Ursachen und die Möglichkeiten zur Verhinderung vor.

Die meisten Defekte kündigen sich vorher an

Besonders problematisch sind Hardwaredefekte, weil sie scheinbar unvorhersehbar auftreten. Plötzlich startet der Rechner einfach nicht mehr. Bei genauerem Hinsehen ereignen sich Probleme wie ein Festplattendefekt oder die Überhitzung einer CPU allerdings nicht so spontan, wie sie scheinen. So sind zunehmende Schreib- und Lesefehler der Festplatte ein eindeutiges Indiz für einen schleichenden Festplattendefekt. Auch heute sind diese Ereignisse bereits im sogenannten “Eventlog” ihres Rechners sichtbar. Nur sieht dort niemand täglich nach und zeichnet die Entwicklung auf.

Laufende Analyse verhindert Probleme vor ihrer Entstehung

Viele mittelständische Unternehmen setzen mittlerweile professionelle Monitoring-Software ein, um wesentliche Parameter ihrer IT laufend zu analysieren. Lesefehler der Festplatte und CPU-Temperatur sind dabei nur zwei Messwerte von vielen, die Hardwaredefekte im Vorfeld sichtbar machen. In der überwiegenden Zahl der Fälle lassen sich so IT-Fehler erkennen und vermeiden, bevor sie dem Nutzer bewusst werden. Eine Neuanschaffung lässt sich so zwar nicht vermeiden – Installation und Konfiguration sind allerdings planbar und ein Datenverlust lässt sich zuverlässig vermeiden. Das Ergebnis: kontinuierlich fehlerfreies Arbeiten in Ihrem Unternehmen.

Aktuelle Hardware + regelmäßige Wartung = optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis

Würden Sie gerne mit einem 20 Jahre alten VW Polo mit 350.000 Kilometern Laufleistung in den Urlaub nach Südfrankreich fahren? Die Antwort ist offenkundig. Auch wenn Sie diesen Wagen einmal im Monat zur Inspektion bringen: Sie werden immer das ungute Gefühl haben, dass Sie jeden Moment liegen bleiben können. Mit IT-Systemen verhält es sich genauso. In einigen Unternehmen werden allerdings überalterte Rechner für durchaus wichtige und kritische Prozesse eingesetzt. Ein Hardware-Defekt hat dann schnell gravierende Folgen. 

Die Gründe für solche Fahrlässigkeiten sind vielfältig: Mal wird behauptet, dass ältere Anwendungen nur auf genau diesem Rechner laufen, ein anderes Mal ist es ein kurzfristiges Kostenbewusstsein, das langfristig zu Mehraufwendungen und eben zu Notfällen führt. Dabei gibt es keinen vernünftigen Grund, veraltete Hardware einzusetzen: Jede ältere Anwendung lässt sich virtualisieren und auf jedem beliebigen Rechner nutzen. Großunternehmen führen bekanntlich für so ziemlich jede betriebswirtschaftliche Entscheidung zahlenbasierte Kosten-Nutzen-Rechnungen durch und ersetzen ihre IT-Systeme alle drei Jahre – weil bei diesem Intervall die niedrigsten Gesamtkosten auftreten. Bei der IT-Betreuung können viele kleinere und mittlere Unternehmen von den Großen lernen. Unsere wesentlichen Empfehlungen zur Vermeidung von Hardwaredefekten lauten zusammengefasst:

  • Analysieren Sie die wesentlichen Messwerte Ihrer IT-Systeme laufend, um Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen
  • Überwachen Sie freie Festplattenkapazitäten und Systemauslastungen, um notwendige Erweiterungsinvestitionen planen und koordiniert durchführen zu können
  • Ersetzen Sie IT-Systeme nach drei Jahren oder nutzen Sie gleich die Möglichkeit des Leasings bzw. der Miete von IT
  • Gönnen Sie Servern und Arbeitsplatz-Rechnern regelmäßig eine Inspektion – insbesondere eine Innenreinigung
  • Last but not least: Sichern Sie Ihre Daten. Ausrufezeichen. Jeder Hardwaredefekt kann nur so viel Schaden anrichten, wie Sie es zulassen. Eine Datensicherung schützt Sie zuverlässig vor den größten Verlusten

Ein professioneller IT-Dienstleister hilft

Die Analyse und Interpretation von IT-Messwerten sowie die laufende IT-Betreuung benötigt erfahrene Systemadministratoren. Je größer das Unternehmen, desto eher lohnt sich die Durchführung im eigenen Hause. Aber bei Unternehmen bis ca. 150 Mitarbeiter ist die Zuhilfenahme eines professionellen IT-Dienstleisters eindeutig günstiger. Unsere Mitarbeiter betreuen mittelständische Unternehmen bundesweit und unterstützen unsere Kunden durch ihre Erfahrung und Fachkenntnis beim effizienten und fehlerfreien Betrieb von IT-Infrastrukturen. Gerne unterstützen wir auch Sie.

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